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| Der Gartenteich |
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26.04.2003 |
Der
Gartenteich, um den es hier geht, wurde 1982 fertiggestellt. In diesem
Jahr nun, nach 21 Jahren, beginnen wir mit den ersten größeren
Arbeiten zum Erhalt dieses Teiches. Er war all die Jahre, Sommer wie
Winter in Betrieb. Undicht ist er in den 21 Jahren nicht geworden. Nur
an der Umrandung hat der Zahn der Zeit genagt. Zum
Verständnis, hier noch einmal einige Erläuterungen zur Erstellung
eines solchen Teiches. Grundaufbau Als
erstes muss ein Loch ausgehoben werden, welches mindestens 80 cm tief
ist. Die äußere Begrenzung des Teiches sollte nicht nur einfach rund
sein. Um natürlich zu wirken, sind eher Formen wie eine Niere zu
empfehlen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. |
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An
der tiefsten Stelle sollte der Teich mindestens 80 cm sein. Hier
erhalten Seerosen eine optimale Tiefe zum Wachsen und der Teich die
nötige Tiefe um nicht einzufrieren. Die Flachbereiche sollten etwa
30
bis 20 cm tief sein. Hier werden später flache Behälter mit
Uferpflanzen ihren Platz finden. |
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Da
die Dachpappe beim Kleben immer überlappt werden muss, muss man je nach
Form des geplanten Teiches bis zu 200 % Pappe gegenüber der
Gesamtfläche des Teiches einplanen.
Der
Teich muss auf gewachsenen Mutterboden liegen, da sich mit Wasserinhalt
die Pappe nach unter ziehen kann. Da geringfügige Verzerrungen der
Pappe auch schon durch den weißen Sand gegeben sind, sollte die Pappe
sowie die Folie erst nach dem Befüllen des Teiches zu etwa 2/3 mit
Wasser, am oberen Rand umgelegt werden. So lange die Pappe am oberen
Rand noch nicht umgelegt ist, muss man unbedingt auf gutes Wetter
achten, weil, wenn es regnen sollte, Wasser zwischen Folie und Pappe
laufen kann und im Extremfall die Pappe auf dem Wasser schwimmt. |

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In
jedem Falle sollte eine Klebenaht immer durch eine drüberliegende
Pappbahn abgedeckt werden. Geklebt wird also immer um eine halbe Bahn
versetzt. Das Verkleben der Bahnen kann warm wie auch kalt erfolgen.
Achten muss man nur darauf, dass die Plastfolie durch die Hitze nicht
beschädigt wird. Die erste Schicht sollte deshalb besser kalt geklebt
werden. Diese Grundschicht der Pappe wird auch nur auf die Folie gelegt
und an den Stellen der Überlappung der einzelnen Bahnen verklebt. Erst
die zweite Schicht von Pappe wird ganzflächig geklebt. Auf diese Art
erhält der Teich eine gewisse Grundstabilität. Die Folie hat in
unserem Fall nur die Funktion, dass Durchwachsen von Pflanzen zu
verhindern. |
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Ist
die Folie für den geplanten Teich zu klein, muss sie an der
Verbindungsstelle nach dem rechten Schema zusammengelegt werden. Dieser
Folie ist sehr große Aufmerksamkeit zu schenken. Dünne Grashalme
besitzen die Fähigkeit durch rund 20 Lagen normaler Dachpappe zu
wachsen, wenn kein anderer Schutz sie davon abhält. |

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Der
Teich, einschließlich der Frontseite der Wegeplatten, muss nach Aufbringen der Verschweißpappe noch etwa zwei Mal mit Bitumen-Dachlack
gestrichen werden.
Zum
Abdichten und als Verbindung zwischen Wegeplatten und Pappe, wird
Bitumen-Spachtelmasse eingesetzt. Ein dritter Anstrich
mit Dachlack erfolgt, wenn die Spachtelmasse gut abgetrocknet ist.
Bedingt durch die UV- und Wärmestrahlung, unterliegt der Teichrand der größten
Beanspruchung. Aus diesem Grund sollte dieser mehrmals mit Dachlack
gestrichen werden. |
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Ist
alles gut abgetrocknet, wird zwischen
Pappe und Wegeplatten ein selbstklebendes
aluminiumbeschichtetes Bitumen-Klebeband eingeklebt. Dieses ist in allen
Baumärkten erhältlich und wird etwa einen halben Zentimeter vom oberen
Rand gesehen, an den Wegeplatten angesetzt und mit der Hand nach unten
streichend grob festgeklebt. Zum richtigen Befestigen dieses Bandes,
wird das Band mit einem Stoffhammer (500g Hammer mit Stoffballen an der
Finne), vorsichtig angeschlagen.
Nun
wird der Rand des Teiches mit Bitumen Dachkleber gestrichen. Ist alles abgetrocknet,
erhält der gesamte Teich abermals einen Anstrich mit Dachlack, wobei
der Rand nochmals mit Dachkleber gestrichen werden muss. |
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Achten
Sie darauf, je mehr Bitumen aufgetragen wird, um so weicher wird die
Angelegenheit. Dies ist wichtig zum Erhalt des Teiches auch bei
niedrigen Temperaturen, wirkt sich jedoch nachteilig für die weitere
Bearbeitung aus. Der Teich sollte also beim Bau keiner direkten
Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Bewölktes Wetter wäre von Vorteil. Lassen
Sie die einzelnen Schichten gut abtrocknen! |
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Bemerkungen:
Eine
Garantie für die Haltbarkeit dieser so gefertigten Teiche kann ich
nicht geben, da sehr viel von der aufgebrachten Sorgfalt und der
investierten Zeit abhängt. Auch die Qualität des verwendeten Materials
ist ausschlaggebend.
Mit
mehreren Lagen Dachpappe erreicht man natürlich auch eine bessere
Gesamtstabilität.
Wer
einen Teichbau nach diesem Muster nachahmen will, sollte vielleicht
nicht daran sparen.
Durch
die relativ weiche Bitumenschicht ist es auch ratsam, an den Stellen, wo
später Behälter mit Pflanzen stehen sollen, eine Vertiefung in den
Boden einzuarbeiten, die später mit Zement eingeebnet wird. Auf diese
Weise drücken sich die Behälter nicht in die weiche Bitumenschicht. |
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Ich
wollte mit dieser Seite nur in Erinnerung rufen, dass es noch eine
andere Möglichkeit gibt, die ebenso gut oder sogar besser ist, als die
weit verbreitete Folienbauart. |
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