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zum Kleingarten
| Der
kleine Ratgeber |
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| Inhalt |
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| Baumstümpfe |
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Da man mit dem Stumpf ohnehin noch einige Zeit verbringen muss, kann man
das Notwendige mit dem Nützlichen verbinden. Der natürliche
Verrottungsprozess von Baumstümpfen lässt sich durch das Beimpfen mit
Pilzbrut beschleunigen. Hierzu eignen sich jedoch nur die Reste von Laubhölzern,
die besonders dem Austernseitling, einem in der Küche vielseitig
verwendbaren Pilz, eine gute Wachstumsgrundlage bieten. Dazu hackt man von
den Rändern her zwei drei bis sechs Zentimeter lange Keile in den
Holzstumpf und krümelt die Pilzbrut hinein. Sie ist im Fachhandel oder über
Spezialfirmen per Versand erhältlich. Wichtig: darauf achten, dass der
Hersteller oder Händler die Frische des Präparates garantiert.
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Hier die Anleitung vom Fachmann.
Austernpilzanbau auf Holz (mehrjährige
Kultur)
Austernpilze werden auf Stubben angebaut
(eine Packung Pilzbrut reicht für ca. 7-9 Hölzer), die mindestens einen
Durchmesser von 15-20 cm haben sollten. Dickere Stubben von 30-50 cm sind
ideal. Für den Anbau eignen sich fast alle Laubholzarten (Buche, Eiche,
Pappel, Birke usw.), auch sämtliche Obstbaumarten. Die Hölzer werden auf
eine Lange von 100 cm geschnitten. Es sollte nur Holz Verwendung finden
welches nicht älter als 3-4 Monate geschlagen ist und keinen Pilzbefall
(auf Waldboden gelagert) aufweist. Zum Beimpfen werden die Hölzer (erst
unmittelbar vor dem Beimpfen) in der Mitte auseinandergesägt, sodass zwei
Stubben von je ca. 50 cm Länge entstehen. Graben Sie eines davon 15-20
cm, an einem vollschattigen Platz, mit der frischen Schnittfläche nach
oben, in die Erde ein. Entnehmen Sie nun mit sauberen Händen "Waghäuseler-Waldpilzbrut"
aus der Packung und verteilen diese ca. 2-3cm dick auf der frischen
Schnittfläche. |
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Den zweiten abgeschnittenen Stuben, sollten Sie nun
ebenfalls mit der frischen Schnittfläche so oben aufstellen, dass beide möglichst
gut zusammenpassen. Um zu verhindern, daß die Pilzbrut austrocknet oder
von Schnecken und Vögeln gefressen wird, umwickeln Sie die Schnittfläche
am besten mit einem breiten Klebeband. Während der Durchwachsphase sind
12-28 Grad optimal. Sobald das Pilzmycel (nach ca. 4 Wochen)
ins Holz eingewachsen ist, schadet Frost in keiner Weise mehr. Eine
hohe Luftfeuchtigkeit ist ab nun vorteilhaft und kann durch abdecken mit
Laub, Reisig oder Jutesäcken erzielt werden die man von Zeit zu Zeit
befeuchtet.
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In etwa 5-9 Monaten durchwächst
das weiße Pilzmycel die Stubben. Ab dem 6 Monat der Anlage sollten Sie
die Klebefolie entfernen und den oberen Stubben vorsichtig (notfalls
Pilzbrut mit einem dünnen, langen Gegenstand rauskratzen) abheben und in
einem Abstand von mindestens 30-40 cm (Pilze wachsen sonst ineinander)
ebenfalls mit der Brutfläche nach oben, in die Erde eingraben. Sollten
Sie den unteren Stubben stark bewegt haben, könnte das in den Boden
eingewachsene Mycel abgerissen sein und die Pilzernte könnte sich etwas
verzögern. Oberstes Gebot heißt, immer schön feucht halten (Anlage öfter
beregnen) das ist besonders während der Erntephasen wichtig. Von den
Holzstubben können Sie bei Hartholz ca. 5 Jahre Austernpilze ernten, bei
Weichholz ca. 3 Jahre. Der Gesamtertrag liegt bei ca. 20% des
Holzgewichtes. Auf Schnecken sollten Sie ein Auge haben, sie vertilgen über
Nacht oftmals alle auch noch so kleinen Pilzansätze!
Weitere Informationen zur Pilzaufzucht finden Sie unter http://www.pilzbrut.com/ |

| Braune
Nadeln an Blaufichten |
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Häufiger Grund für die Braunfärbung der Nadeln an Blaufichten ist der
Befall von Sitka-Fichtenläusen. Sie sondern Giftstoffe ab, die zu
Nadelverbräunung und Nadelfall führen. So können Sie feststellen, ob
die Bäume von Läusen befallen sind: Halten Sie ein weißes Tuch oder
Papier unter einen Zweig und klopfen Sie kurz auf den Ast. Die zwei
Millimeter großen Blattläuse lassen sich fallen und sind durch ihre grüne
Farbe gut zu erkennen. Spritzungen mit Schädlingsfrei Naturen (von
Celaflor) oder Metasystox R Spezial (beides im Gartenfachhandel) bekämpfen
die Läuse. Es genügt, die unteren drei bis vier Meter zu behandeln.
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| Pfirsich
durch Kerne vermehren |
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Während aus Apfel-, Birnen- oder Süßkirschkernen selten Exemplare mit
wertvollen Früchten entstehen, ist dies beim Pfirsich durchaus üblich:
Pfirsiche sind selbstfruchtbar, die Früchte gehen häufig aus Selbstbestäubung,
also ausschließlich aus dem Erbgut der Muttersorte, hervor. Nur wenn eine
andere Pfirsichsorte in der Gegend steht, deren Pollen von Bienen übertragen
werden kann, weichen die Sämlinge von der Muttersorte ab.
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| Triebe
bei Sauerkirschen sterben ab |
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Der Pilz Monilia laxa ist am Werk, wenn kurz nach der Blüte die
Jungtriebe der Sauerkirschen welken und absterben. Vor allem bei nassem
Wetter dringt dieser Krankheitserreger über die Blütenorgane in das
Fruchtholz ein. Später werden dann auch die Früchte von dieser Krankheit
befallen. Überwintern tut er vornehmlich in den erkrankten Zweigen, auf
denen im Spätwinter graue Sporenlager entstehen, sowie in den
Fruchtmumien. Befallene Triebe sollten spätestens vor der Blüte bis etwa
20 Zentimeter ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Zusammen mit den
Fruchtmumien muss man die Zweige ganz entfernen, damit keine
Ansteckungsgefahr mehr von ihnen ausgehen kann. Infiziertes gehört nicht
auf den Kompost, sondern in die Mülltonne!
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| Wissenswertes
über die Kiwi |
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Die gängigen Sorten brauchen bis zu sechs Jahren, bevor
sie das erste Mal Blüten ansetzen. Sollte die Blüte dann noch immer auf
sich warten lassen, kann es an zuviel Schnitt oder zu starker
Stickstoffdüngung liegen.
Beides regt bevorzugt das vegetative Wachstum an, zum
Nachteil der Blütenbildung. Fruchtholz, das älter ist als drei Jahre, trägt
nur noch schlecht. Mit einem regelmäßigen Schnitt sollte also lediglich
eine Erneuerung des Fruchtholzes aus den Hauptästen erfolgen.
Wenn wenig bis gar nicht gedüngt wird, oder der Boden
sehr kalkhaltig ist, kann auch ein Mangel an Spurenelementen der Grund für
die ausbleibende Blüte sein.
Die Kiwi fruchtet ausschließlich an einjährigen Kurztrieben. Bei Spätfrösten
kann es durchaus passieren, dass die Blütenansätze erfrieren. Bei Kiwis
gibt es Pflanzen mit männlichen und Pflanzen mit weiblichen Blüten. Früchte
entwickeln sich aber nur aus befruchteten Blüten. |
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Zu sechs bis sieben weiblichen Pflanzen sollte immer eine männliche
dazugepflanzt werden. Vor allem in rauhen Lagen lohnt sich der Anbau
frostempfindlicher, großfrüchtiger Kiwis nicht. Die Mini-Kiwi-Sorte 'Weiki'
dagegen übersteht sogar Temperaturen bis minus dreißig Grad. Die etwa walnussgroßen
Früchte verzehrt man samt ihrer glatten Schale. Ab Mitte bis Ende Oktober
sind Kiwis pflückreif. Im Gemüsefach des Kühlschranks sind sie etwa
vier Monate haltbar. Auch in flachen Kisten bleiben sie im kühlen Keller
noch drei bis vier Monate lang frisch. Allerdings sollten sie nie zusammen
mit Äpfeln lagern weil sie ein Reifungsgas absondern.
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| Erdbeerpflanzen
blühen nicht |
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Die Blütenanlage bei Erdbeeren wird angeregt, wenn die Temperaturen
unter 15 Grad absinken und die Tage kürzer werden. Setzt man die Pflanzen
später als Ende August, fehlt ihnen die Zeit einzuwachsen und Blüten
anzulegen. Sie fruchten im kommenden Jahr wenig bis gar nicht, dafür aber
ein Jahr später. Zur Vermehrung sollte man nur die ersten Pflanzen eines
Ausläufers nehmen. Die zweiten und dritten Pflanzen an einem Ausläufer
fruchten auch schlecht. Außerdem lohnt es sich, während der Erntezeit
die am besten tragenden Erdbeeren mit einem Stäbchen zu markieren und nur
von diesen Pflanzen Ausläufer abzunehmen.
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| Maßregeln
gegen Mehltau |
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Johannisbeer-, Stachelbeer- und Himbeersträucher, die im vorangegangenen Jahr stark von
Gallmilben, vom Mehltau oder von der Rutenkrankheit befallen waren, lassen sich oft nur noch durch einen radikalen Rückschnitt retten. Hierzu schneidet man die kranken Sträucher bis zum Boden herunter. Nahezu alle überwinternden Schadorganismen kann man mit diesem Eingriff erwischen. Beachtet werden sollte unbedingt, dass die abgeschnittenen Triebe vernichtet oder ganz aus dem Garten entfernt werden.
Die Sträucher verkraften diese Rückschnittmaßnahme meist sehr gut und verjüngen sich bereits im kommenden Jahr wieder.
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Falscher Mehltau
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Echter Mehltau auf einem Blatt
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Echter Mehltau auf einer
Blüte
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| Wann
wird welche Hecke geschnitten? |
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Hecken aus sommergrünen Gehölzen (z. B. Rotbuche oder Hainbuche) wie
auch der wintergrüne Liguster sollten während der Vegetationsruhe ihren
Hauptschnitt erhalten. Im Sommer muss ein zweiter Schnitt folgen, aber
nicht vor Anfang August, da Hecken auch gern von Vögeln als Nistplatz
genutzt werden.
Immergrüne Hecken oder Nadelgehölzen schneidet man erst kurz vor dem
Austrieb im Frühjahr oder noch im Herbst. Ein zweiter Schnitt erübrigt
sich hier meist ganz, wie etwa bei der sehr langsam wachsenden Eibe oder
der Stechpalme. Beim Schnitt werden nur die neuen Jahrestriebe reduziert,
um möglichst viele der verbleibenden Knospen zum Austrieb anzuregen. So
bildet sich eine dichte Verzweigung und damit guter Sichtschutz aus.
Insbesondere bei Nadelgehölzhecken sollten sich die Seitenwände der
Hecke nach oben hin verjüngen (Trapezform). Dies verhindert ein Verkahlen
der unteren Bereiche.
Eine Verjüngungskur, d.h. ein Rückschnitt bis ins alte Holz,
vertragen die sommergrünen Gehölze Hainbuche und Rotbuche sehr gut. Sie
verfügen wohl über das höchste Regenerationsvermögen. Auch die immergrünen
Laubgehölze kann man problemlos verjüngen. Nadelgehölze (Ausnahme: die
robuste Eibe, das immergrüne Heckengehölz) regenerieren nur schlecht
oder gar nicht aus altem Holz. In kleinerem Umfang vertragen auch Thujen
einen Rückschnitt ins ältere Holz, treiben jedoch kaum aus schlafenden
Augen wieder aus. Es sollte daher stets genügend Grün stehenbleiben, das
zur Regeneration fähig ist. |

| Braune
Flecken auf Rosenblättern |
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Rosen werden
richtig gepflanzt, d.h. so tief , dass die Veredlungsstelle (Verdickung über
dem Wurzelhals) drei Fingerbreit unter der Erde liegt.
So gepflanzt,
sind sie normalerweise auch vor Frost geschützt und überstehen den
Winter ohne Anhäufeln. Zusätzlich angehäufelte Rosenstücke frieren
allerdings weniger stark zurück und haben dadurch im Frühjahr einen
gewissen Vorsprung. Man kann die Rosentriebe im Herbst etwas stutzen, der
eigentliche Schnitt erfolgt aber erst im Frühjahr.
Sternrußtau,
kleine braune Flecken auf den Blättern, breiten sich meist nach der
ersten Blüte sichtbar aus, und bald darauf fällt das Laub ab.
Sternrußtau
wird durch einen Pilz verursacht, der an den Zweigen der Rose, vor allem
aber im Boden überwintert. Von dort werden die Sporen durch auftreffendes
Gieß- oder Regenwasser auf die Rosen gespritzt und breiten sich je nach
Empfindlichkeit der Sorte mehr oder weniger rasch aus.
Spätestens ab
Ende Mai sollte die Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel schon
vorbeugend beginnen, und muss regelmäßig wiederholt werden. Eine
ausreichende Nährstoffversorgung kräftigt die Rosen und macht sie so
widerstandsfähiger.
Achten Sie
beim Kauf von Rosen auf das ADR-Prüfsiegel!
Jedes Jahr
versuchen Züchter mit ihren Rosenneuheiten bei der “Allgemeinen
Deutschen Rosenneuheitsprüfung” (ADR-Prüfung) ein Prädikat zu
erhalten.
Die
Auszeichnung “Anerkannte Deutsche Rose” (ADR-Rose) bekommen in
dieser wohl strengsten Neuheitenprüfung der Welt aber nur die Rosenzüchtungen,
die über drei bzw. vier Jahre – ohne Einsatz von chemischen
Pflanzenschutzmitteln – in 11 über ganz Deutschland verteilten Prüfgärten
gesund blieben und zudem einen hohen Zierwert aufweisen. Werteigenschaften
wie Frosthärte, Blühverhalten und Gesundheit werden geprüft.

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