Für
einen Rumtopf benötigt man keine großen Mengen, aber um Abwechslung im
Topf zu erhalten, viel unterschiedliches Obst. Da 1 Kg pro Obstsorte im
allgemeinen ausreicht, stiftet vielleicht auch der Nachbar die eine oder
andere Obstsorte dazu, die man selber nicht im Garten hat.
Man
sollte also jetzt schon Ausschau nach einem geeigneten Gefäß halten. Das
Angebot reicht von eigens für diesen Zweck gefertigten Töpfen, bis zu
einfachen Steingut - Töpfen, die man ebenfalls zum Ansatz eines Rumtopfes
verwenden kann.
Sie
müssen sich jetzt die Frage stellen, wieviel Liter Rumtopf sie am Ende
des Jahres erhalten wollen. Beachten Sie bitte, dass zu jedem Kilo einer
Obstsorte, eine Flasche Rum zugefügt werden muss. Der Spaß wird also
auch nicht gerade billig. Das hängt natürlich auch von der
entsprechenden Menge ab, die Sie ansetzen möchten.
Verwenden
kann man im Prinzip alles Obst, was im Garten anfällt. Vorsicht ist bei
Schwarzen Johannisbeeren geboten. Diese schmecken sehr vor und sollten
wenn, dann nur als kleine Beigabe in den Topf gelangen.
Äpfel
und Birnen werden zu diesem Zweck geschält und in kleine ca. 5 mm dicke
Scheiben geschnitten. Kirschen und Pflaumen sollten grundsätzlich
entkernt bzw. entsteint werden.
Es
sollte auch nur einwandfreies Obst Verwendung finden. Sie müssen es gut
waschen und anschließend abtropfen lassen.
Die
ersten drei Beigaben müssen mit Zucker erfolgen.
Dazu
lösen Sie 1 kg Zucker mit so wenig Wasser wie möglich, unter ständigem
Rühren, durch Erwärmen auf dem Herd. Lassen Sie diesen Brei abkühlen,
so dass er nicht mehr heiß aber noch flüssig ist. Vermengen Sie diesen
mit den gewaschenen, abgetropften und anschließend halbierten oder je
nach Größe auch geviertelten Erdbeeren. Lassen Sie diese Mischung bis
zur völligen Abkühlung stehen.
Nun
können Sie die Erdbeeren im Zuckerbrei in den ausgewaschenen Topf
füllen. Anschließend gießen Sie eine Flasche Rum (54 Vol% / ca. 6,50
€) ebenfalls in den Topf. Rühren Sie mit einem Holzlöffel alles gut
durch.
Nun
muss die Einlage im Topf so abgedeckt werden, das sich kein Obststück
oberhalb der Flüssigkeit befindet. Ein aus einem Plastedeckel
geschnittener Teller ist meist ausreichend. Man kann natürlich auch einen
richtigen Teller nehmen, aber ob der gerade den Durchmesser hat, den man
benötigt, ist fraglich. Zu beachten ist auch noch die Öffnung eines
Steingut - Topfes. Diese ist meist enger als der Innenraum. Ein Teller
geht vielleicht hinein, reicht aber nicht aus, um die Oberfläche sicher
abzudecken.
Die
Öffnung des Topfes schließen Sie nun luftdicht ab. Wenn es sich um einen
richtigen Rumtopf handelt, befindet außen um den Deckel eine Rinne, die
mit Wasser aufgefüllt werden muss. Haben Sie einen Topf ohne Deckel,
verschließen Sie diesen mit Frischhaltefolie. Stellen Sie den Topf an
einen kühlen und dunklen Ort.
Bei
den nächsten zwei Obsteinlagen verfahren Sie ebenfalls wie eben
beschrieben.
Alle
folgenden Obsteinlagen werden ohne Zucker, nur mit Rum eingelegt.
Achten
Sie stets darauf, dass das Obst richtig gesäubert in den Topf kommt und
nichts oberhalb der Flüssigkeit liegt. Ist das Erntejahr zu Ende und
alles Obst im Topf, können Sie den Inhalt mit etwas Whisky noch
verfeinern. Verschließen Sie den Topf wie beschrieben und lassen ihn bis
Dezember stehen.
Wenn
Sie alle diese Regeln beachten, können Sie am Heiligen Abend einen
schmackhaften Rumtopf genießen. Zu Eis schmeckt er besonders gut.
Es ist aber Vorsicht geboten, man ist geneigt mehr zu trinken oder zu
essen, als man am Ende verträgt.
Die
Angaben sind für ca. 10 - 12 Liter Rumtopf mit insgesamt 8 Obsteinlagen.
Haben Sie einen kleineren Topf, rechnen Sie bitte die Teile Obst, Zucker
und Rum entsprechend um. Sie können also auch 500 g Obst, 500 g Zucker
und 0,35 Liter Rum bei den jeweils ersten drei Einlagen vermischen.
Wichtig ist dann nur, dass auch noch 5 weitere Obsteinlagen (500 g) nur
mit Rum (0,35 Liter) gemischt, ohne Zucker, folgen. Ansonsten wird der
Inhalt zu süß.